Darüber, was es heißt, erwachsen zu sein

15. September 2017


Als ich mit meinem Studium anfing, war ich schon durch meinen Wehrdienst etwas älter als die Meisten um mich herum, doch auch im Umgang unterschied ich mich stark von denen, die direkt von der Schule zum Studieren gekommen waren. Diese Beobachtung teilte auch ein Kommilitone, der schon 25 war und bereits in München studiert hatte. Wer direkt aus dem festen, schulischen Umfeld kam und noch nicht einmal dem Elternhaus „entflohen“ war, verhielt sich sichtbar anders als die Erstsemester, die bereits für längere Zeit auf sich gestellt waren. Letztere waren ungezwungener, agierten entschlossener, und traten offener gegenüber anderen auf, was wiederum erste einschüchterte, die noch etwas brauchen sollten, bis sie sich daran gewöhnten, dass es keine Lehrer mehr gibt, die sie mit festem Stundenplan durch den Unialltag führen. Auch erinnere ich mich noch daran, wie ich in meiner ersten WG für meinen Mitbewohner bei der Internetprovider-Hotline anrufen musste, da dieser sich, obwohl er Vertragsinhaber war, schlicht nicht traute. War die zweite Gruppe der Studenten erwachsener als die Erste? War ich in der Situation erwachsener als mein Mitbewohner? Was heißt es eigentlich, erwachsen zu sein und woran macht man das fest? Weiterlesen…